Chinesische Teekultur erleben

19 01 2016

Wer bei winterlichen Temperaturen einen warmen Tee genießen und dabei in die chinesische Kultur eintauchen möchte, dem sei der Luisenpark in Mannheim ans Herz gelegt. Dort wurde im Jahr 2001 ein Chinesischer Garten angelegt, in dem sich das größte original chinesische Teehaus in Europa befindet.

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Die entscheidende Rolle bei der Errichtung der Anlage spielte der chinesische Garten- und Landschaftsarchitekt Professor Li Zheng. Er richtete sich nach den altchinesischen Grundsätzen des Feng Shui, der „Lehre von Wind und Wasser“, die besagt, dass sich die Umgebung auf die Schönheit eines Bauwerks und das Glück seiner Bewohner auswirken.

Verwendet wurden schlichte Materialien wie Naturstein, Holz, Ziegeln und Fliesen, die typisch für den südchinesischen Stil sind. Bei der Anlage des Gartens kam es Li Zheng besonders auf die Harmonie zwischen Erde, Himmel, Steinen, Wasser, Gebäude, Wegen und Pflanzen an.

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Das imposante zweistöckige Teehaus, seine Terrasse und der Garten sind ein Ort des Rückzugs, der Erholung und Entspannung. Geht es im Sommer dort fröhlich und gesellig zu, ist das Teehaus im Winter ein Geheimtipp.

In aller Stille kann man dort köstlichen Tee genießen, ein Buch lesen, seinen Gedanken nachhängen und den Blick über den weitläufigen und wunderbar harmonischen Garten schweifen lassen. Und was könnte gemütlicher sein, als im warmen Teehaus zu sitzen, während draußen Schneeflocken sanft vom Himmel fallen und den Garten in eine wundersame Winterwelt verwandeln?

Wer einfach nur gerne Tee trinkt, hat die große Auswahl aus mehr als 30 chinesischen Grüntee-, Weißtee-, Schwarztee-, Oolong- oder aromatisierten Teesorten. Darunter sind Klassiker wie Pai Mu Tan, Pi Lo Chun, Keemun und Pu Erh. Um das fernöstliche Ambiente komplett zu machen, werden Gebäck und warme Teigtaschen gereicht. Ein Genuss für alle Sinne also, den man jedem Teefreund wärmstens empfehlen kann.

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Night Shopping im Zeichen des Matcha

24 11 2015

Eine Vorführung im Aufschlagen von Matcha  bieten der Heilbronner Teeladen im Galeria Kaufhof und T-Tan in der Heilbronner Stadtgalerie beim Night Shopping am Samstag, 28. November, bis Mitternacht.

Wer auf den Geschmack kommt, findet zwei Sonderangebote in der schicken 30-Gramm-Dose: Der kräftige Izumi Bio Matcha ist ab sofort für 15,20 Euro (statt 19,60 Euro) zu bekommen, der mildere Izumi Bio Matcha Ceremonial Premium kostet nur 21,50 Euro (statt vorher 26,95 Euro). Doch was ist Matcha eigentlich?

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Er ist ein uraltes und doch hochmodernes Getränk: Matcha, pulverisierter Grüntee aus den feinsten Blättern der Teepflanze, ist traditioneller Bestandteil der japanischen Teezeremonie und liegt längst auch bei uns im Trend. Dank seiner aufwendigen Herstellungsweise ist er reich an Vitaminen und Mineralstoffen und gilt als gesund und anregend.

Mit heißem, aber nicht kochenden Wasser aufgeschäumt, wirkt Matcha wunderbar belebend. Nicht umsonst bezeichnen Genießer das ehrwürdige Getränk als „Mokka unter den Grüntees“. Auch als Zutat in der modernen Küche erfreut sich Matcha zunehmender Beliebtheit.

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Und während beim Aufguss von Blättern nur die wasserlöslichen Inhaltsstoffe in die Teetasse gelangen, werden beim Genuss von Matcha auch die fettlöslichen Vitamine und Wirkstoffe vollständig für unseren Stoffwechsel verfügbar.

Matcha wird aus besonders hochwertigem Tee der ersten Pflückperiode gewonnen. Zu seiner Herstellung werden die Teegärten zu etwa 90 Prozent mit Netzen gegen das Sonnenlicht beschattet. Dadurch bildet die Pflanze viel Chlorophyll, Theanin und Koffein, aber wenig Gerbstoffe, und die Blätter neben eine intensive, dunkelgrüne Farbe an.

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Nach dem Dämpfen, Trocknen und Brechen der geernteten Blätter wird das Blattgewebe (Tencha) im Luftstrom von den Blattrippen getrennt und anschließend auf vorher gekühlten Steinmühlen zu feinem Pulver vermahlen.

Der Unterschied zwischen Matcha- und Kabusepulver liegt im Übrigen darin, dass Kabuse aus dem ganzen Teeblatt gewonnen wird und die Pflanze vor der Ernte nur zu 50 Prozent beschattet wird – daher der Name „Halbschattentee“. Kabuse enthält etwas mehr Gerbstoffe als der Matcha, ist aber ähnlich reich an Theanin, Vitaminen und Mineralstoffen.

Teezeremonie

Die Zubereitung von Matcha und Kabuse ist leichter, als man erwarten könnte: In der Teezeremonie wird der Pulvertee mit einem speziellen Bambuslöffel (Chashaku) dosiert und mit einem Teebesen aus Bambus (Chasen) in einer vorgewärmten Matchaschale (Chawan) aufgeschäumt. Je nach Geschmack nimmt man drei bis fünf Gramm des Pulvers und übergießt es mit 70 bis 100 ml von rund 80 Grad heißem Wasser.

Mit raschen Bewegungen des Matchabesens mit der Hand auf und ab schlägt man den Tee etwa 20 Sekunden lang auf, bis an der Oberfläche feiner Schaum entsteht. Deshalb wird Matcha auch als „grünschäumende Jade“ bezeichnet. Tipp: Wenn man sich vorher eine Teesüßigkeit auf die Zunge legt, wird der Matcha zu einem noch eindrucksvolleren Geschmackserlebnis.

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Wer die Matcha-Zubereitung live erleben möchte, ist also an diesem Samstag herzlich in den Heilbronner Teeladen im Galeria Kaufhof und T-Tan in der Heilbronner Stadtgalerie eingeladen!

 





Von der beeindruckenden Vielfalt des Schwarztees

4 11 2015

Leicht, mild, blumig und vollmundig der Darjeeling. Mittelkräftig, zitrusartig und metallisch der Ceylon. Kräftig, würzig und malzig der Assam. Schon allein die Schwarztees aus den weltberühmten Anbaugebieten in Indien und Sri Lanka legen eine beeindruckende Vielfalt an den Tag.

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Nimmt man dann noch Schwarztees aus China, Nepal, Japan und Neuseeland mit dazu, taucht man ein in eine faszinierende Welt der Farben, Aromen und Geschmäcker. Das wurde beim Schwarztee-Seminar im Frankfurter Teehaus Ronnefeldt unter Leitung von Bernhard-Maria Lotz und Sandra Nikolei deutlich.

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Zunächst nahm Lotz, Leiter der Tea Academy, mit auf eine Reise nach Darjeeling an den Hängen des Himalaya. Anschaulich erklärte er den Werdegang der Teepflanze vom Steckling bis zum erntefertigen Busch sowie die Verarbeitung der Teeblätter vom Strauch bis zum exportbereiten Tee. Beeindruckende Bilder von grünen, hügeligen Plantagen und schneebedeckten Achttausendern sorgten für zusätzlichen Genuss.

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Weiter ging die Reise ins kühle Hochland von Sri Lanka, in dem der Schotte James Taylor 1867 den Anbau des Ceylon-Tees begründete. Der eisenhaltige Boden bringt Teesorten von rötlicher Farbe hervor, die man auch gut mit Milch oder Sahne genießen kann. Am Beispiel des Ceylon-Tees stellte Lotz die maschinelle CTC-Methode der orthodoxen Herstellungsweise gegenüber und erklärte, warum nur Letztere Tees höchster Qualität hervorbringt.

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Gibt es einen idealen Tee für Kaffeetrinker, so ist es der Assam aus dem gleichnamigen, größten zusammenhängenden Anbaugebiet der Welt im Nordosten Indiens. Das fruchtbare tropische Klima und die eher niedrige Lage lassen dort besonders ergiebige Teepflanzen mit großen Blättern wachsen.

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Die atemberaubende Sortenvielfalt beim Schwarztee wurde bei drei von Senior Tea Tasterin Sandra Nikolei geleiteten Verkostungen deutlich. Vom frisch-blumigen Darjeeling Badamtam Bio der Frühjahrsernte über den hocharomatischen zartherben Ceylon Nuwara Eliya und den sehr kräftigen Assam Bari bis zu köstlichen Raritäten aus China, Japan und Neuseeland blieben keine Wünsche offen.

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Treuer Begleiter mit vielen Gesichtern

25 10 2015

Einen zusammen mit dem Ehepaar Legner liebevoll herbstlich geschmückten Raum, sechs völlig verschiedenartige hochwertige Teesorten und dazu jede Menge Wissenswertes um das nach Wasser beliebteste Getränk der Welt – das bekamen die Teilnehmer beim Teeseminar der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) im katholischen Gemeindehaus in Flein geboten.

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Andrea Weilbacher, Ani und Frank Lutz vom Heilbronner Teeladen nahmen die Teilnehmer mit auf eine faszinierende Reise – zu den berühmten Teeanbaugebieten in China, Japan, Indien und Taiwan, zu den sagenumwobenen Ursprüngen des Tees im Alten China.

Aber auch zu verborgenen Quellen der Stille und Einkehr, die wir alle in uns tragen und die wir auch in unserer hektischen Zeit durch den Teegenuss wiederentdecken können. Nicht umsonst soll schon der chinesische Gelehrte T’ien Yiheng gesagt haben: „Man trinkt Tee, um den Lärm der Welt zu vergessen.“

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Dass Tee weit mehr als nur irgendein Getränk ist, verdeutlichte Andrea Weilbacher auch, indem sie sehr anschaulich ihre persönlichen Erfahrungen und Rituale rund um den Tee schilderte. So erklärte sie nicht nur theoretisch, was den Tee so gesund macht, sondern berichtete auch von den positiven Auswirkungen auf ihre Gesundheit und ihr Leben allgemein, seitdem sie den Tee vor einigen Jahren für sich entdeckt hat.

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Außerdem bekamen die Teilnehmer jede Menge praktische Tipps, wie sie Tee zubereiten können, was es dabei zu beachten gibt und welche Utensilien sie benötigen. Eines machten die Referenten immer wieder klar: „Tee ist individuell.“ Welche Teesorte man bevorzugt, wie stark man den Tee dosiert, ob man ihn mit oder ohne Milch und Zucker genießt – das alles hängt vom persönlichen Geschmack ab.

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Und so kam natürlich auch voll auf seine Kosten, wer sich beim kühlen Herbstwetter ganz einfach nach einer wärmenden Tasse Tee sehnte: Vom feinen Weißtee Pai Hui Cha bis zum edlen Grüntee Gyokuro, vom wunderbar aromatischen Oolong Gunung über den klassischen Assam Borsa-Schwarztee mit Milch und Zucker bis zum herbstlich-erfrischenden Kräutertee Ingwer Liebe blieben keine Wünsche offen.

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Auch ein uraltes und heute wieder angesagtes Getränk gab an dem Abend sein Gastspiel: Matcha, das aus Grünteepulver zubereitete traditionelle Getränk der japanischen Teezeremonie. Beim Aufschlagen des Matcha-Tees mit einem Bambusbesen in einer Keramikschale durften die Teilnehmer auch ihr Geschick selbst ausprobieren.

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Ob der Abend die Teilnehmer zu passionierten Teetrinkern gemacht hat, ist zwar nicht bekannt. Anregungen bekamen sie aber sicher viele – nicht nur, was die praktische Teezubereitung angeht, sondern auch, wie der Tee uns helfen kann, unser inneres Gleichgewicht zu finden und unser Leben bewusster zu genießen.20151016_22052120151016_220438





Teegenuss im Klosterkeller

13 10 2015

Einst war er ein Benediktinerkloster, heute ist er ein Zentrum für Meditation und Achtsamkeit, das sich an keine Konfession gebunden sieht: der Benediktushof in Holzkirchen bei Würzburg. Frieden und Stille des Ortes spiegeln sich sowohl im historischen Klostergebäude als auch im neu angelegten Zen-Garten „der verborgenen Quelle“ wider.

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Auch Teegenießern ist der Benediktushof ein Begriff, denn dort führt Zen-Meisterin Doris Zölls regelmäßig in die Kunst der Teezubereitung und den Genuss des Teetrinkens ein. Wie sie selbst den Tee entdeckt hat?

Zen bedeute Wachsamkeit, Bewusstsein, Leben im Hier und Jetzt, erklärte Zölls bei ihrem jüngsten Seminar. Nichts passe dazu besser als der Tee: „Die erste Tasse weckt uns auf. Die zweite Tasse macht uns ganz wach. Und bei der dritten Tasse fangen wir an zu philosophieren.“

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Wie wahr diese Worte sind, stellten die Besucher bei vier verschiedenen japanischen Grüntees fest, die Zölls und ihr Team zubereiteten: Je länger der Abend im Gewölbekeller des ehemaligen Klosters dauerte, desto angeregter wurden die Gespräche.

Und sicher trugen die Tees ihren Teil dazu bei: Los ging es mit einem Kabuse Kukicha, einem Halbschattentee von der südjapanischen Insel Kyushu. Mit seinem zarten, milden Aroma ohne Bitterkeit und seinem geringen Koffeingehalt ist er ein wunderbarer Familien- und Abendtee.

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Es folgte der in Deutschland bekannteste japanische Tee, der Sencha. Im Gegensatz zum Kabuse Kukicha bekommen die Pflanzen bei der Aufzucht viel Sonnenlicht ab. Dadurch bilden sich viele Catechine, die antioxidativ wirken und den Alterungsprozess des Körpers verlangsamen.

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Mit dem Gyokuro („Edler Tautropfen“) Karigane folgte ein Höhepunkt: Der „Portwein unter den Tees“ wird bei der Aufzucht zu mindestens 90 Prozent vom Sonnenlicht abgeschirmt und erhält dadurch seinen hocharomatischen, leicht süßlichen Geschmack. Als koffeinreicher Tee eignet er sich besonders für die Morgenstunden.

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Zum Abschluss bereiteten Zölls und ihr Team einen Matcha zu. Dieser hochwertige pulverisierte Grüntee wird in einer Keramikschale mit einem Bambusbesen aufgeschlagen und verwandelt sich dabei in ein tiefgrünes, anregendes und sehr gesundes Getränk.

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Zwischendurch führte Doris Zölls ihre Zuhörer in die japanische Teekultur ein. Sie schilderte, wie sich der Tee von der traditionellen Medizin zum Volksgetränk entwickelte: Einst hatten Mönche Tee getrunken, um bei ihren Meditationen nicht einzuschlafen, heute verbringen viele Japaner ihre Sonntagnachmittage in der Stille des Tempels, blicken hinaus in die Natur und genießen ihren Tee.

Ähnlich dezent und ehrwürdig geht es bei den traditionellen Teezeremonien in den Teehäusern zu: „Es ist ein Geschenk des Ostens, dass wir eine Teezeremonie mit den Gästen feiern können“, sagte Zölls.

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Doch Doris Zölls warf auch einen nachdenklichen Blick in die Zukunft: Die japanische Jugend trinke heute lieber Kaffee oder Teegetränke aus Plastikflaschen statt sich auf die traditionelle Teezeremonie einzulassen. „Werden die Japaner ihre eigene Kultur in Europa wiederentdecken?“, fragte die Zen-Meisterin.

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Vielleicht ist es ja eines Tages soweit. Und bis dahin leisten Zölls und ihr Team hoffentlich weiter ihren Beitrag, die faszinierende und jahrhundertealte Teekultur fortzuführen und auch die Menschen hierzulande dafür zu begeistern.





Sechs neue Herbst-Teesorten

26 09 2015

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Langsam, aber sicher geht der Sommer zu Ende. Auch im Heilbronner Teeladen im Galeria Kaufhof und bei T-Tan in der Heilbronner Stadtgalerie kündigt sich die neue Jahreszeit an: Ab sofort gibt es sechs neue herbstliche Teesorten im Angebot.

Mit dabei sind der köstliche Muffin Oolong, der feurige Rotbuschtee Savannenglut, der heißblütige Früchtetee Heiße Kirsche, der exotisch-würzige Milky Chai, der märchenhafte aromatisierte Bio-Schwarztee Waldfee und der harmonische aromatisierte Bio-Grüntee Für Elise.

Eine Übersicht über alle neuen Teesorten und weitere Infos gibt es in unserem Webshop.

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Bananen-Matcha heißt jetzt Tan-Banatcha

6 09 2015

Die Entscheidung ist gefallen: Unser neues Mixgetränk aus Matcha, Bananen und Zimt heißt ab sofort Tan-Banatcha. Der Vorschlag stammt von Gizem Günay, die damit Siegerin im Namensgebungs-Wettbewerb ist und ein komplettes Matcha-Set und zwei Getränkegutscheine für den Heilbronner Teeladen/T-Tan gewinnt.

Zweiter im Wettbewerb, bei dem mehr als 30 kreative Vorschläge eingegangen sind, wird Wolfgang Köstler, den dritten Platz belegt Cornelia Haueise.

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner und vielen Dank an alle, die sich an unserem Wettbewerb beteiligt haben!

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